Lukas Klinik Solingen

Marina Dobbert MdL: Schließung der St. Lukas-Klinik trifft Ohligs hart

15. Dez 2021 | Presse

Aus für die St. Lukas-Klinik: Die Kplus-Gruppe, der katholische Träger der Klinik, verkündet die Schließung des 300-Betten-Hauses in Solingen-Ohligs in den nächsten Jahren.

Landtagsabgeordnete Marina Dobbert: „Wenn die Kplus-Gruppe beschließt, eines ihrer Häuser aufzugeben, kann ich das nur mit größtem Bedauern, ja eigentlich mit Entsetzen, zur Kenntnis nehmen.“ Die Belastungen für das Gesundheitssystem zu Pandemiezeiten hätten doch deutlich gezeigt, wie wichtig eine gute medizinische Versorgung sei. „Aus den Erfahrungen der letzten zwei Jahre werden keine Lehren gezogen, ganz im Gegenteil“, so Marina Dobbert.

Die Nachricht komme zur Unzeit: Zwei Wochen vor Weihnachten, mitten im Corona-Geschehen, sei es kaum zu glauben, dass der Stadtteil von Solingen mit der größten Wachstumsrate die Nachricht einer Klinik-Schließung erhalte. „Es ist für Ohligs, aber auch für Aufderhöhe, nur ein schwacher Trost, wenn die Schwestern-Häuser in Hilden und Haan medizinische Bereiche der St. Lukas-Klinik übernehmen“, so die Landtagsabgeordnete Marina Dobbert. Gerade auch das Ende der „Stroke Unit“ als fest etablierter Schwerpunkt der Schlaganfall-Notfallversorgung werde für den Westen der Stadt ein schwerer Verlust sein.

Die Landesregierung, allen voran Gesundheitsminister Laumann, will mit einer Reform der Krankenhausplanung eine bessere Versorgung der Menschen durch Spezialisierung und Zentralisierung vorantreiben, Krankenhausschließungen inklusive. Landtagsabgeordnete Marina Dobbert (SPD): „Der Kahlschlag der Krankenhauslandschaft seitens der schwarz-gelben Landesregierung ist jetzt auch in Solingen angekommen“. Die Frage nach ökonomischer Effizienz dürfe nicht zulasten der Beschäftigten und PatientInnen gehen, so Marina Dobbert.

Auch wenn Fachkräfte im Gesundheitssystem gefragt seien, falle mit der Schließung der Klinik auch ein großer Arbeitgeber für nicht-medizinisches Personal weg. „Für die Beschäftigten aus allen Bereichen, die ein solches Haus am Laufen halten, ist das ein Schlag ins Gesicht“, so die Solinger Landtagsabgeordnete. „Wichtig ist jetzt zu prüfen, ob dann die Notfall-Versorgung in den westlichen Stadtteilen überhaupt noch sichergestellt ist. Ob der Wegfall des Ohligser Krankenhauses vom städtischen Klinikum kompensiert werden kann – auch hier muss noch viel geklärt werden“.


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